RuckZuckam Ziel

Die Gesellschaft, die Wirtschaft, wir alle sind auf eine funktionierende Mobilität angewiesen. Es ist Aufgabe des Bundes, der Kantone und der Gemeinden, die notwendige Infrastruktur bedarfsgerecht und finanzierbar bereitzustellen.

Mit dem Ausbau des Bahnangebots auf den Fahrplan 2019 setzen wir auf eine umweltfreundliche Mobilität mit dem Ziel, den Anteil des öffentlichen Verkehrs am gesamten Verkehrsaufkommen zur Entlastung der Strassen und zur Schonung unserer Umwelt weiter zu steigern. Die Investitionen in die Bahninfrastruktur und in bessere Bahn- und Busfahrpläne sind für einen attraktiven und konkurrenzfähigen Wirtschafts- und Lebensraum Thurgau von entscheidender Bedeutung.

Regierungsrat Walter Schönholzer, Chef Departement Inneres und Volkswirtschaft

« Die Gesellschaft, die Wirtschaft, wir alle sind auf eine funktionierende Mobilität angewiesen. »

Regierungsrat Walter Schönholzer
Chef Departement Inneres und Volkswirtschaft

Thurbo ist die Regionalbahn der Ostschweiz. Das Tochterunternehmender SBB hat seinen Sitz in Kreuzlingen und ist entsprechend stark imThurgau verankert. Der Fernverkehr der SBB knüpft ein Netz über dieganze Schweiz. Thurbo und die SBB sind stolz darauf, das Rückgratdes öffentlichen Verkehrs im Kanton Thurgau zu sein.

Die Angebotsplaner von SBB und Thurbo sorgen dafür, dass die auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden abgestimmten Leistungen präzise wie zwei Puzzleteile zusammenpassen. Ein Erfolgsbeispiel aus jüngster Zeit: Gemeinsam konnte das Fahrplanangebot am Abend im Fernverkehr Zürich–Thurtal–Konstanz mit Unterstützung des Kantons Thurgau ausgebaut werden. Einen Teil dieser Leistungen erbringt Thurbo, indem ihre Züge direkt ab Zürich HB nach Konstanz fahren. So können für die Bevölkerung des Kantons Thurgau attraktive Angebote des öffentlichen Verkehrs selbst in Randstunden mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand ermöglicht werden.

Ein bedeutender Angebotsschritt steht im Dezember 2018 an. Dann lassen die Ausbauten der Bahninfrastruktur zwischen Zürich und Weinfelden schnellere Fernverkehrszüge zu, welche  die Knoten Kreuzlingen und Romanshorn ein paar Minuten früher als bisher erreichen. Die Umsteigezeit an diesen Bahnhöfen soll möglichst kurz sein. Deshalb verkehren die Züge der Seelinie auf der ganzen Strecke von Schaffhausen bis St. Gallen und Romanshorn bis Rorschach 15 Minuten früher. Das verkürzt zum Beispiel die Reisezeit von Arbon nach Zürich auf neu 80 Minuten (bisher 94 Minuten). Gleichzeitig sind die Anschlussverhältnisse auch in Schaffhausen deutlich besser. Die Reisezeit Diessenhofen–Zürich HB reduziert sich von heute 1 Stunde 13 Minuten auf weniger als eine Stunde. Die neuen Abfahrtszeiten der Seelinie ermöglichen einen schlanken Anschluss an den Rheintal-Express (REX) in Rorschach. So rückt das Bündnerland 15 Minuten näher an den Thurgau.

Aus Thurgauer Sicht bildet die Beschleunigung der Fernverkehrszüge Zürich–Romanshorn um vier und Zürich–Kreuzlingen um fünf Minuten zusammen mit den neuen Abfahrtszeiten der Seelinie das Herzstück des Angebotsausbaus der Bahn.

Die Investitionen in die Bahninfrastruktur und dadurch möglichen Angebotsverbesserungen haben weitere Vorteile für die Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs:

  • Seit Dezember 2015 betreibt Thurbo täglich fünf RegioExpress-Züge auf der Linie Kreuzlingen–Konstanz–Kreuzlingen Hafen–Romanshorn–St. Gallen. Das ist ein wichtiger Schritt zur besseren Anbindung der Zentren Kreuzlingen und Romanshorn an St. Gallen. Ab Dezember 2018 wird ein stündliches Angebot möglich.
  • Der durchgängige Halbstundentakt im S-Bahn-Verkehr ist vielerorts schon heute Thurbo-Standard. Die Infrastrukturausbauten schaffen ab Dezember 2018 die Voraussetzung dafür, diesen Takt mindestens Montag bis Freitag durchgängig auf allen Strecken bieten zu können.
  • Zwischen Wil und Winterthur wechseln sich neu halbstündlich die bisherige S35 und die neue S12 ab. Mit der S12 erhalten die Bahnhöfe an dieser Linie eine Direktverbindung nach Zürich Stettbach–Zürich Stadelhofen–Zürich HB–Zürich Hardbrücke–Zürich Altstetten bis nach Brugg.

Der Fahrplan 2019 bringt also eine ganze Palette von Verbesserungen. Trotzdem können noch nicht sämtliche Wünsche erfüllt werden. So fehlt etwa eine zweite schnelle (Anschluss-)Verbindung Weinfelden–Kreuzlingen–Konstanz. Erst diese ermöglicht in Kreuzlingen einen halbstündlichen Anschlussknoten, doch dazu braucht es weitere Ausbauten in Weinfelden und Kreuzlingen.

Nicht gelöst werden kann derzeit auch die Problematik der in Stein am Rhein verlängerten Übergangszeit auf die S29 nach Winterthur. Das Beispiel zeigt exemplarisch: Die geänderte Fahrlage einer Linie bringt für die grosse Mehrheit der Kundinnen und Kunden markante Vorteile, Verbindungen mit kleinen Kundenaufkommen kann dadurch ein Nachteil entstehen. Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kanton Thurgau, SBB Fern- und Regionalverkehr und der Regionalbahn Thurbo stellt sicher, dass im Sinn eines Gesamtwerks ein für möglichst viele Kundinnen und Kunden attraktives Angebot des öffentlichen Verkehrs bereitgestellt werden kann.

Anton Häne, Leiter SBB Fernverkehr, Mitglied der Geschäftsleitung SBB Personenverkehr

« Ein paar wenige Minuten Zeitgewinn zwischen Zürich und Romanshorn / Kreuzlingen bringen vielerorts deutlich bessere Anschlusszeiten. »

Anton Häne
Leiter SBB Fernverkehr, Mitglied der Geschäftsleitung SBB Personenverkehr

Dr. Ernst Boos, Geschäftsführer Thurbo

« Die Ausbauten der Infrastruktur schaffen neue Optionen. Wir werden sie zum Wohl der Kunden zu nutzen wissen. »

Dr. Ernst Boos
Geschäftsführer Thurbo

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